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Irgendwann die Tage unterhielt ich mich mit jemanden über Weihnachtsgeschenke und den damit verbundenen Konsumzwang. “Kauf mich, nimm mich, schenk mich!” schreit es inzwischen aus jedem Rohr uns entgegen. Und ich erinnerte mich an meine Kindheit, in der es uns sicherlich nicht allzu gut ging. Aber wir bekamen Geschenke, und zwar tolle!

Maßgeblich an diesen Geschenken waren mein Opa und meine Eltern beteiligt. Opa, der gerne schreinerte, baute mir ein großes Puppenhaus, mit Fenstern und Türen, die sich öffnen ließen. Treppen und drei Etagen. In jedem Zimmer standen kleine, von ihm selbst gemachte Möbel, die Wände waren tapeziert. Die Puppen waren nicht besonders schön, aber ich konnte mit ihnen in dem Haus spielen.

Mein Bruder bekam eine Ritterburg geschenkt, mit Zugbrücke, Wassergraben, Schützenturm, einem Gefängnis und vielen Dingen mehr. Grundlage hierfür waren Papprollen, Holzkästen, eine dicke Sperrholzplatte, Gips, Farbe und sehr viel Phantasie.

Oder wir bekamen Regale geschenkt, die mein Opa selbst baute, oder Unterstell-Rollkästen für unsere Betten. Meine Mutter strickte uns Pullover oder Schals oder Mützen, damit wir in den kommenden kalten Monaten etwas Warmes zum Anziehen hatten.